Mittelalterliche Kartographie

Die mittelalterliche Kartographie beginnt mit der Christianisierung des römischen Reiches im 4. Jahrhundert n. Chr. und endet mit der Erweiterung der Weltkenntnis durch Kolumbus (1), die mit der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 einsetzt.

Das mittelalterliche kartographische Material läßt sich in drei Kartentypen untergliedern(2) :

  • Die Weltkarten (Mappae Mundi)
  • die Regionalkarte, welche die Itinerarien und den Situs umfaßt, und
  • die Portolan-Karten.

Das Ziel der mittelalterlichen Kartographie ist die Vermittlung einer Weltsicht, die im Wesentlichen durch den Glauben an Gott getragen wird. Dabei versteht sich die mittelalterliche Kartographie als humanistische Wissenschaft, bei der der Mensch und nicht die geographisch beschreibbare Welt im Mittelpunkt steht .(3)

Aber "es reicht nicht aus, die Weltkarten des Hochmittelalters aus sich heraus zu interpretieren. Sie sind in eine Tradition eingebettet, deren Entwicklung im Griechenland und Rom der Antike beginnt und bis weit in das 15. Jahrhundert fortgeführt wird."(4)

Der interessierte Besucher dieser Homepage sollte daher den kurzen Exkurs über die antiken Grundlagen der mittelalterlichen (Welt-)Karten lesen, bevor er sich der Definition und der Beschreibung der Eigenheiten der Kartentypen den Mittelalters zuwendet.