Die
Karten basierten nicht ausschließlich auf eigenen Erfahrungen
oder gar Vermessungen, sondern bezogen sich auf biblische Berichte,
literarische und oft auch antike Quellen.
Entstehungsorte
der Mappae Mundi sind zumeist die Skriptorien der Klöstern, den
"Pflanzstätten der Wissenschaft" (von den Brincken:
1992, S. 43) im Mittelalter, die in ihren Bibliotheken auf die
Erkenntnisse der antike Wissenschaft zurückgreifen und mit der
christlichen Lehrmeinung verbinden konnten.
Hersteller
und Auftraggeber sind im Einzelfall nicht sofort zu ermitteln,
doch sind geistliche Auftraggeber für den Gebrauch in den
Schulen ebenso denkbar wie weltliche, die am Schmuckwerk der Karten
interessiert waren