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Mappa Mundi: Zonenkarten
| 1. Skizze |
4. Verbreitung |
7. Funktion/Zweck |
| 2. Beschreibung |
5. Quellenbasis |
8. Entwicklungslinien
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| 3. bekannte Beispiele
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6. Inhalt |
9. Weltanschauung
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Die Zonen- und Klimatenkarten sind naturwissenschaftlich
geprägten Welt-Karten, die auf der
griechischen kartographischen Tradition beruhen. Trotz der planen
Darstellungsweise der Welt liegen diesen Kartentypen im Ursprung die
Vorstellung von der Erde als Kugel zugrunde.
1. Skizze
2. Beschreibung des Kartentyps
Auf der Basis der überkommenen Kugelvorstellung von der Erde,
die der griechischen Tradition entstammt, teilen zwei sich rechtwinklig
schneidende Ozeanringe - der Äquatorialozean und der polare
Ozeangürtel - die Erdkugel in vier Teile. Auf diese Art
entstehen vier Kontinente, von denen beim Übergang zur
planigloben Darstellung nur zwei erkennbar sind.
Die Ökumene, bestehend aus den Erdteilen Asien, Europa und Afrika,
wird auf einem
dieser vier Kontinente, meist auf der nördlichen Halbkugel, von
den anderen Landmasse durch für Menschen unüberwindliche
Ozeanringe getrennt lokalisiert. In dieser Erdvorstellung nimmt die
bewohnte Welt also nur ein Viertel der Gesamtfläche ein.
Ihren
Namen erhielten die Zonenkarten durch die weitere Untergliederung
der Erdkugel in fünf Klimazonen (in der nachfolgenden
Reihenfolge von Nord nach Süd):
- Eine nördliche polare Zone, die
wegen der dort herrschenden Kälte als unbewohnbar
angenommen wird;
- eine nördliche gemäßigte
Zone, die die Ökumene umfaßt;
- eine Äquatorialzone, die auf Grund
der dort herrschenden Hitze als unbewohnbar gilt;
- eine südliche gemäßigte
Zone, die zumindest theoretisch bewohnbar ist. Hier wird die
Ökumene der Antipoden/ Antoiken angenommen;
- eine südliche polare Zone, die wie
die nördliche Polarzone als unbewohnbar gilt.
Die Zonenkarten lagen nach griechischer Tradition
meist genordet oder gesüdet vor, jedoch ist gelegentlich auch
die Ostung für diesen Kartentyp geläufig.
Die Karten weisen einen Durchmesser von 8 bis 14 cm
auf, was dem maximalen Format einer doppelten Buchseite entspricht.
Dieses hat seine Ursache darin, daß die Zonenkarten meist in
Codices als erläuternde Skizzen eingebunden sind.
Dementsprechend weisen sie eine eingeschränkte Nomenklatur auf
und sind eng an die Formulierungen des umgebenden Textes
gebunden.
Insgesamt, d.h. auch für den Bereich der
Ökumene, beschränken sich diese Karten auf Grundaussagen.
Ein differenzierte Abbildung ist nicht Ziel der
Zonenkarten.
3.
Typische Beispiele
noch ranschaffen (Kliege, S. 31)
4.
Verbreitung und Qualität und Hochzeit des Kartentyps
Die
größte Verbreitung haben die Zonenkarten im
Hochmittelalter, da zu dieser Zeit u.a. durch arabische
Einflüsse die Erweiterung des geistigen Horizontes einsetzte
und das Interesse an einer naturwissenschaftlichen Betätigung
und Beschäftigung mit der Welt/ Erde einsetzte.
-
Zahlenmäßig stehen die Zonenkarten
mit ihrem naturwissenschaftlichen Hintergrund und Ansatz jedoch
weit hinter den Mappae Mundi im T-O-Schema (LINK)
zurück.
5.
Quellenbasis und Produktion
-
D
-
Quellenbasis, Hersteller und
Auftraggeber der
Karten
-
Die planiglobe Darstellungsweise der
Zonenkarten basiert auf dem Globusmodell des Krates von
Mallos (LINK) und wurde im Mittelalter durch die
Schulautoren Martianus Capella und Macrobius
vermittelt.
Vor allem die Commentarii in somnium
Scipionis des Macrobius, die in Form von Handschriften vom
11. bis zum 13. Jahrhundert als Schulbuch weite Verbreitung
fanden, lieferten dem Mittelalter wichtige Erkenntnisse
über die (antike) Kosmologie und sind der Ursprung eines
Großteils der mittelalterlichen Zonenkarten.
- Art und Inhalt der Darstellung
Der Inhalt der Darstellung beschränkt sich
auf eine grobe und wenig detaillierte oder differenzierte
Abbildung der Welt - dieses gebietet allein schon der geringe
Durchmesser (8-14 cm) der Weltkarten. Darüber hinaus
blieben die Zonenkarten meist frei von theologischen Elementen,
wie heilsgeschichtliche Darstellungen und Erwägungen,
insbesondere da das literarische Umfeld der Zonenkarten
naturwissenschaftlich fundierte Werke und Enzyklopädien
bildeten, zu deren Verdeutlichung sie dienen.
5.
Funktion und Zweck
- Zonenkarten sind in wissenschaftliche
Werke und Enzyklopädien als erläuternde Skizzen
eingebunden. Ziel ist eine grobe Übersicht über die
Unterteilung der Erde in die vier Kontinente und die fünf
Klimazonen zu rein wissenschaftlichen Zwecken und zur
Verdeutlichung eines naturwissenschaftlichen Textes. Ein
differenzierte Abbildung der Welt (oder der Ökumene im
Speziellen) ist nicht Ziel der
Zonenkarten.
- Entwicklungslinien (Veränderungen
der Charakteristika typintern und im gesamten Kontext)
Die Zonenkarten sind auf die antike
Klimazonenlehre und das Globusmodell des Krates von Mallos
(LINK) zurückzuführen.
- Welches Weltbild wird vermittelt
(nur mappa mundi)?
Die Zonenkarten vermitteln tendenziell kein
Weltbild verstanden als Weltanschauung, da sie auf eine detaillierte
Abbildung der Welt oder Ökumene verzichten und aus diesem Grund
von den theologischen inhaltlichen Elementen wie der Darstellung der
Heilsgeschichte, der Paradiesabbildung oder der Ostung, die die
Mappae Mundi (LINK)
auszeichnen, verschont blieben.
Wenn überhaupt vermitteln die Zonenkarten eine
relativ nüchterne, naturwissenschaftlich orientierte Sicht auf
die Welt, die allerdings leicht durch die Nachteile der planigloben
und schematischen Darstellungsweise der Erdkugel verzerrt
wird: Es sind nur zwei der vier Kontinente zu sehen und die Erdkugel
erscheint als Kreis.
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